Drei-Tages-Tour: Von der Wimbachbrücke (620 m) durch
das Wimbachtal zur Wimbachgrieshütte (1.327 m), weiter zum Trischübel
(1.754 m) und über Sigeretplatte, Oberlahneralm und Bärengraben
zum Kärlingerhaus (1.630 m) am Funtensee. Weiter über die Saugasse
nach St. Bartholomä und Rückkehr mit dem Schiff und Bus (14.-16.06.02)
1. Tag: Von der Wimbachbrücke (620
m) durch das Wimbachtal zur Wimbachgrieshütte (1.327 m)
Stefan und ich (also eher ich) haben uns für dieses Wochenende eine
richtige Tour vorgenommen.
Das Wetter soll ja 1a bleiben, es ist schon die ganze Zeit sehr heiß.
Wir fahren unsere Heimstrecke Richtung Berchtesgaden und parken bei der
Wimbachbrücke.
Es ist - leider - heißester Nachmittag, als wir uns auf den Weg
ins Wimbachtal machen. Natürlich gehen wir zuerst in die Wimbachklamm,
der Eintritt wird uns von einem sehr netten Wärter erlassen.
Da es noch recht früh im Jahr ist, tosen die Schneewässer ganz
schön, während wir völlig gefahrlos auf der Treppenanlage
nach oben gehen. Auch von seitlich rauschen zarte Wasserfälle über
hellgrüne, bemooste Steine, wie ein Schleier sieht das Ganze aus.
Trotz des tollen Wetters, des Freitag Nachmittags und der schönen
Kulisse, sind wir in der Klamm fast alleine, es ist dunkel und kühl
und angenehm. Viel zu schnell sind wir am Ende angelangt und sehen vor
uns das breite Wimbachtal, überragt von den Zacken der Palfelhörner.
Zu Beginn des Tales (von uns aus betrachtet) rauscht der Wimbach noch
mächtig und gibt eine ordentliche Geräuschkulisse ab, aber bald
ist der Bach "verschwunden", d.h. er fließt unter dem
Schuttstrom.
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Der Weg durch das Tal ist ja sehr breit und steigt auch nur sehr mäßig
an, so dass es seine Zeit dauert, bis wir beim Wimbachschloß
(937 m) ankommen.
Dort rasten wir aber nur kurz, queren mehrmals den breiten Schuttstrom
und haben sehr prominente Berge um uns herum: rechts der Hochkalterstock,
dessen Schärtenspitze auch aus dem Wimbachtal erstiegen werden kann.
Links von uns gewaltig der Watzmann mit seinen Westabstürzen und
vor uns die gezackten Palfelhörner, als Vermittler zwischen Hochkalter
und Hundstod im Steinernen Meer.
Es ist sehr heiß, sagte ich es schon?, und der Rucksack drückt
und jede Wasserstelle wird zum Trinken hergenommen und so kommt die einladende,
bereits im Schatten liegende, Wimbachgrieshütte (1.327 m)
gerade recht und keine Minute zu spät!
Ich bin recht geschafft und froh, den schweren Rucksack abstellen zu
können, die Schuhe ausziehen zu können, sowie die Socken.
Jetzt ein Radler und eine Limo, zum Übernachten sind wir hier, im
Naturfreundehaus, angemeldet.
Die Kulisse hier ist mehr als toll, langsam lasse ich den Alltag außen
vor und sehe zu, wie die Schatten länger werden.
Nach einem leckeren Abendessen, bestehend aus Gulasch, Nudeln und Salat,
beziehen wir unser Stockbett-Lager, von dem Stefan hell begeistert ist.
Aber ans Schlafengehen denken wir noch nicht, vor der Hütte ist's
auch noch schön.
Aber irgendwann wird es uns zu kalt und wir gehen in unser Zimmer, kuscheln
uns in unsere Hüttenschlafsäcke und unter die weichen Decken
und sind bald beide eingeschlafen.
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Zum nächsten Tag |

Letztes Update: 2002-01-20
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