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Drei-Tages-Tour in die Sextener Dolomiten – Rund um die Drei Zinnen 28.08.-30.08.20011.Tag: Vom Dolomitenhof über die Zsigmondy-Comici-Hütte (2.224m) und die Büllelejoch-Hütte (2.2.544m) zur Drei-Zinnen-Hütte (2.405m) Kaum sind 10 Tage vergangen bin ich Glückliche schon wieder in den Dolomiten und zwar im Rahmen der „Adonis“ (siehe Link-Liste). Diesmal werden wir in einer kleinen Gruppe unterwegs sein, wobei die anderen Vier schon seit vier Tagen „unten“ sind. Ich breche am Mittwoch, den 28.08. mit dem Auto auf, mit Grete, Adelheid, Stefan und Detti habe ich mich per Handy darauf verständigt, dass wir uns im Laufe des Tages auf der Drei-Zinnen-Hütte treffen werden. Ich fahre über Kössen, St. Johann in Tirol, Kitzbühel und dann durch den Felbertauern-Tunnel und staune nicht schlecht, denn es geht super voran und bereits um 09:00 Uhr, also nach gut drei Stunden, finde ich mich in Sexten wieder (!), wo ich noch Zigaretten, Schokolade und noch mehr sehr wichtige Dinge einkaufe. Dann geht es weiter nach Moos und von dort rechts ab ins Fischleintal, wo ich beim großen Parkplatz beim Dolomitenhof mein Auto abstelle, meine Bergschuhe anziehe und den geliebten, schweren Rucksack schultere! Die erste Etappe durchs malerische Fischleintal auf breitem Weg zur Talschlußhütte gehe ich noch mit einer sehr großen Menge Bustouristen. Bei der Talschlußhütte (1540m) „belausche“ ich ein Gespräch zwischen einem Bus-Leiter und Touristen, die fragen, ob sie noch ein Stück weitergehen können, was vom Leiter verneint wird, da es hinter der Talschlußhütte „alpin“ wird. Also halte ich mich nicht mehr lange auf und begebe mich bei gutem Wetter (Wolken-Sonne-Mix) auf „alpine“ Pfade hinein ins Bacherntal. Bald teilt sich der Weg, rechts geht es über das Altensteiner Tal direkt zur Drei-Zinnen-Hütte, aber da es noch früh ist und ich den ganzen Tag Zeit habe, mache ich die große Schleife, die mich zunächst zur Zsigmondy-Comici-Hütte führen wird. Davor hat der liebe Gott allerdings erst mal viel Schweiß gestellt und schwitzend arbeite ich mich hoch, vor mir zunächst sehr dominant der Hochleist (2.410m), links von mir die Rotwand und die Elferspitze unter denen gut sichtbar auf einem Band der Alpini-Klettersteig verläuft. Je höher ich komme, desto besser kommt der Zwölfer zur Geltung und erhebt sich schließlich als markantester Berg vor Erreichen der Zsigmondy-Comici-Hütte. Die Hütte unterhalb des Giralba-Jochs ist wunderschön gelegen und ich freue mich hierzusein.
Seit ich mich mit den Dolomiten beschäftige, haben manche Orte, Scharten, Hütten einen besonderen, magischen Klang, warum weiß ich auch nicht, Ziel der Sehnsucht und dazu gehört auch die Zsigmondy-Comici-Hütte (2.224m). Ich setze mich vor die recht bevölkerte Hütte, esse eine Nudelsuppe und trinke ein Wasser, raste, ruhe, schaue.... Ich bin jetzt den Beginn des 5-er Dolomiten-Weitwanderweges gegangen, der weiter zur Forcella Giralba und zum Rifugio Carducci führt. Ich jedoch wende mich nach rechts (Westen) und gehe am sogenannten Sandebühel aufwärts zum Obernbachjoch und von dort zur nahen, sehr kleinen Büllelejoch-Hütte (2.544m). Auch hier bei dieser privaten Hütte ist viel los, ich setze mich in die Sonne und trinke eine Holundersaftschorle, die nach Kindheit und zu Hause schmeckt, ich sage nur Holundersekt! Die Landschaft ist weit und groß und obwohl ich noch nie hier war, seltsam vertraut. Nach einer kurzen Pause gehe ich weiter zum Büllelejoch. Selbiges ist natürlich nicht weit und von dort sehe ich zum ersten Mal die Drei-Zinnen-Hütte in weiter Ferne.
Da ich aber nun schon weiß, wie schnell Entfernungen unter den Füßen schmelzen, mache ich mich auf die Socken und gehe vom Büllelejoch zunächst sehr schotterig hinab zu den Bödenknoten und zwei türkisfarbenen kleinen Seen. Unterhalb der Ausläufer des Paternkofels geht es flott dahin und die Drei-Zinnen-Hütte rückt immer näher. Schließlich ragt links von mir der Paternkofel auf, ein Ziel für morgen? Auf dem sogenannten „Frankfurter Würstl“ daneben turnen ein paar Kletterer herum, sieht ziemlich gut aus. Ein wenig geht es noch bergan und ich stehe auf dem Plateau der Drei-Zinnen-Hütte, bzw. Rifugio Locatelli alle Tre Cime (2.405m). Es ist eine sehr große Hütte, die nach dem 1-sten Weltkrieg, der hier tobte, neu erbaut wurde. Es ist natürlich recht viel los, ich halte Ausschau nach den Anderen und sehe zunächst Adelheid, dann Stefan, Grete und Detti liegen bei der Hütte im Gras und genießen die Sonne. Nach der Begrüßung frage ich, was die vier bisher gemacht haben. Zunächst ein Versuch auf die Rotwand, dann zur „Zsigmondy“, und heute von der „Zsigmondy“ gemütlich hierher, mit langer Cappuccino-Pause bei der Büllelejoch-Hütte. Plätze im Lager sind reserviert und so verbringen wir den restlichen Nachmittag mit Ratschen, Brotzeiten und vor allem Schauen....wie vor uns die Drei Zinnen und der Paternkofel magisch beleuchtet werden, von der langsam untergehenden Sonne.
Je später es wird, desto stärker sind die gelb-bleichen Felsen angestrahlt, wir haben aber auch herrlichstes Wetter, was auch morgen noch anhalten soll. Es wird also beschlossen, dass wir morgen auf den Paternkofel gehen, ein bißchen bang ist mir schon, das Klettersteig-Set hat lange im Rucksack geschlummert. Na ja, wir werden ja sehen. Von hier sieht der Paternkofel auf alle Fälle unbesteigbar aus, dass das natürlich nicht so ist weiß ich schon, aber lieber ein wenig gesunder Respekt. Lange bleibe ich mit Grete noch vor der Hütte sitzen, es ist eine gute Stimmung und Atmosphäre, die Tagesgäste sind alle wieder abgezogen und die Übernachtungsgäste sind zumeist drinnen, vor der Hütte Ruhe und klare, kalte Luft, weswegen wir uns auch in Gretes Schlafsack einpacken. Nicht zum letzten Mal während dieser drei Tage ein magischer Moment. Grete will morgen den Wecker auf 06:00 Uhr stellen, um den Sonnenaufgang zu sehen, ich werde versuchen auch aufzustehen.
Letztes Update: 17. März 2002 - Adresse dieser Seite: http://www.sigisart.de © 2002 by kdg |
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