Der Virus hat mich gepackt: Sechs-Tages-Tour in den Rosengarten vom
01.08.-06.08.1999
1.
Tag: Anfahrt nach Pozza
di Fassa
Heute beginnt eine Sechs-Tages-Tour, bei der ich
gar nicht so recht weiß, was mich erwartet. Zum zweiten Mal bin ich im
Rahmen der Alpingruppe Adonis unterwegs: Reini unser „Chief“ hat eine
Tour organisiert: Es soll im Fassa-Tal gecampt werden und von dort wollen
wir Tagestouren unternehmen. Wenn allerdings ein Klettersteig oder klettern
ansteht, kann es sein, dass wir auf einer Hütte übernachten werden.
Ich möchte bei dieser Tour gerne lernen mit dem Klettersteig-Set umzugehen
und bin daher schon sehr gespannt.
Mein Sohn Stefan ist bei meinen Eltern gut aufgehoben und so starte
ich ziemlich beschwingt und frei. Bis Kufstein geht es auf der Autobahn,
dann auf der Brenner-Bundesstraße und gutem Wetter hinauf auf den Brenner.
Ich fahre nicht schnell, genieße die vielen Ausblicke und bald nach dem
Brenner tauchen erste Obstplantagen auf und das Gefühl im Süden zu sein
stellt sich spätestens in Brixen ein.
Kurz vor Bozen geht es in Blumenau (Prato Isarco) links ab
nach Tiers unterm Schlern und weiter auf einer sehr kurvenreichen Straße
durchs Purgametschtal zum Nigerpaß mit dazugehöriger Nigerhütte (1.688m).
Es handelt sich bei der Hütte zwar mittlerweile mehr um eine
Gastwirtschaft, aber man hat einen sehr schönen Blick auf die gesamte
Westseite des Rosengartens und sieht auch noch den anschließenden Schlern,
bzw. das Gebiet der Seiser Alm.
Nach einer kurzen Schaupause fahre ich weiter auf den Karer-Paß, wo
sich einige ehemals sehr mondäne Hotels befinden und habe einen wundervollen
Blick nach Süden auf die Latemar-Gruppe und nach Osten weitet sich der
Blick ins Fassa-Tal und zur Langkofelgruppe und zum Piz Boe.
Vom Karer-Paß geht es wieder in Serpentinen hinunter nach Vigo di Fassa
und weiter nach Pozza di Fassa, wo ich auf Anhieb den Campingplatz Catinaccio
(= Rosengarten) finde.
Es ist kurz vor 14:00 Uhr und da Treffen erst ab 15:00 Uhr ist,
denke ich, dass vielleicht noch niemand da ist. So warte ich bis um 15:00
Uhr die Rezeption aufmacht und frage nach unserer Gruppe, aber da kommt
auch schon Reini der Tourenleiter und führt mich zur Gruppe, die schon
seit gestern da ist. Die Meisten, die ich kenne, sind heute schon unterwegs
zum Klettern Richtung Vajolettürme und werden erst spät erwartet.
Ich gewöhne mich ein, lerne neue Leute kennen und so vergeht der restliche
Nachmittag.
Gegen 18:00 Uhr geht ein gigantisches Gewitter los und wir denken an unsere
Kletterer, die jetzt bestimmt irgendwo unterwegs total naß werden.
Wir flüchten vor dem Gewitter in die Campingplatz-Bar
und singen unterstützt von Reini auf der Gitarre einige bekannte Lieder,
als gegen 20:00 der Rest der Mannschaft total naß eintrudelt.
Es gibt ein großes Begrüßungshallo, viele der Leute kenne ich von
der letzten Tour im Verwall und freue mich sie wiederzusehen.
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Zum nächsten Tag |

Letztes Update: 20. Juli 2002 - Adresse dieser Seite:
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