Drei-Tages-Tour auf die Reiteralpe vom 06.08. - 08.08.1997
1. Tag: Von der Scharzbachwacht zur Neuen Traunsteiner Hütte (1.560
m) und auf den Großen Weitschartenkopf (1.979 m)
Eine meiner Traumtouren
soll Wirklichkeit werden, Stefan ist bei Oma und Opa und so bin ich mal
wieder alleine unterwegs, aber das macht mir nichts aus, im Gegenteil,
dann kann ich jeden Tag planen, wie ich möchte.
Jetzt hoffe ich noch auf gutes Wetter und gute Kondition.
Ich gehe um 08:30 Uhr beim Gasthaus „Wachterl“ bei der Scharzbachwacht
los. Zuerst geht es eben auf einem Forstweg in den Wald hinein.
Dann unvermittelt wir es recht steil und es geht den sog. „Wachterlsteig“
hinauf. Die steilsten Stellen sind mit Holzleitern „entschärft“.
Nach geraumer Zeit ist der Plateau-Rand erreicht und jetzt geht es in
dauerndem Auf und Ab über das unübersichtliche Hochplateau, vorbei an
der verfallenen Schlegelalm, durch die Saugasse zur Neuen Traunsteiner
Hütte. Der Rucksack ist sehr schwer und so kann ich den Aufstieg nicht
so würdigen wie ich vielleicht sollte. So erreiche ich recht geschafft
die Neue Traunsteiner Hütte (1.560 m), die ich ja von früheren
Besuchen kenne. Ich lege den Rucksack ab, hole mir ein Radler und brotzeite.
Es sind recht wenig Leute hier, vor mir das bekannte Panorama der Reiteralm:
grüne Wiesen, einige wenige grasende Jungrinder, der Weitschartenkopf,
die Häuselhörner, die Reither Steinberge...
Ich raste eine Stunde und bevor ich weitergehe, nehme ich noch ein Zimmer
um die meisten meiner Sachen bei der Hütte lassen zu können. Ich bekomme
ein schönes 2-Bett-Zimmer, Nr. 10 und gehe dann los Richtung Weitschartenkopf.
Dieser Gipfel ist der, der Hütte am nächsten Gelegene
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Zuerst geht es über steile
Wiesen, dann durch die Latschenzone und zuletzt mit ein wenig Kraxelei
über Steine hinauf zum Gipfel des Großen
Weitschartenkopfes (1.979 m)
Als ich oben ankomme, habe
ich den Gipfel ganz für mich alleine. Die Sicht ist mäßig, rundherum dräuen
Nebel und Gewittertürme. Aber es ist immer noch sonnig, ich sehe hinüber
zum „Großen Bruder“ und auf der gegenüberliegenden Seite die Häuselhörner
und das Wagendrischelhorn.
Zurück geht es auf demselben Weg und bei der Hütte angekommen setze ich
mich auf die Hüttenterrasse, lese in meinem Buch, studiere die Karte,
schreibe Tagebuch, mit einem Wort: ich lasse es mir sehr gut gehen!
Am Abend gibt es leckeren Gemüseeintopf, bevor ich die
Sonne vor der Hütte untergehen lasse und alle Wolken sich heben und die
Sicht klar und frei wird.
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Zum nächsten Tag |

Letztes Update: 18. Juli 2002 - Adresse dieser Seite:
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