www.sigisart.de

Drei-Tages-Tour im Gosau- und Dachsteingebiet, Austriaweg, Linzer Weg (26.-28.07.02)

1. Tag: Vom Vorderen Gosausee mit der Gosaukammbahn auf die Zwieselhöhe, zur Gablonzer Hütte (1.550 m) und weiter auf dem Austriaweg zur Theodor-Körner-Hütte (1.466 m)

Diesen Donnerstag und Freitag habe ich frei und will mal wieder alleine unterwegs sein. Donnerstag ist noch sehr schlechtes Wetter und so fahre ich erst Freitag bei wenig besserem Wetter Richtung Gosau los. Das dauert ganz schön lange und so komme ich erst um 12:00 Uhr bei der Gosaukammbahn an.
Schnell eine Bergfahrt gelöst und dann geht es in wenigen Minuten auf die Zwieselalmhöhe unter dem Donnerkogel.
Das Wetter ist, wie gesagt, bescheiden, Sicht keine, dicke Wolken und als ich hinaufgondle fängt es auch noch an zu nieseln - na bravo!
Von der Bergstation gehe ich schnell in wenigen Minuten hinauf zur Gablonzer Hütte des DAV (1.550 m).Dort ist rein gar nichts los, ich trinke ein Wasser und hoffe, dass es aufhört zu regnen. Den Donnerkogel, bzw. den Gosaukamm sehe ich natürlich auch nicht und kann auch nur vermuten, wo sich der neue, vieldiskutierte Klettersteig auf den Großen Donnerkogel befindet.
Als ich nach ca. einer Stunde doch losgehe, regnet, nieselt es noch immer, ich habe meine Regenhose angezogen und hoffe das Beste.
Leicht mißmutig stapfe ich hinauf aufs Törleck (1.618 m) und dann immer auf Höhe, leicht absteigend am nicht sichtbaren Gosaukamm entlang auf dem Austriaweg Richtung Stuhlalm, bzw. Theodor-Körner-Hütte.
Eigentlich sollte und wollte ich heute bis zur Hofpürglhütte gehen, aber bei dem Wetter wird das wohl nichts werden. Ich bin zwar nicht nur ein Schönwetter-Bergwanderer, aber es ist schon fad so ganz ohne Sicht vor sich hin zu stolpern.
Um so schöner ist es dann, als es schließlich aufhört zu regnen, die Wolken sich ein wenig heben und die Welt neu und grün und intensiv leuchtet und ich der einzige Mensch auf der Welt zu sein scheine.

Schließlich komme ich an der Stuhlalm (1.462 m) vorbei und bin kurz darauf an der kleinen, einladenden Theodor-Körner-Hütte (1.466 m) des DAV.

Ich bin trotz Regenjacke etc. ziemlich naß geworden, auch die Schuhe "quatschen" so vor sich hin, also ziehe ich mich erst mal um und stelle meine Schuhe an den Kamin. Außer mir sind nur noch vier Engländer an der Hütte.
Ich trinke einen Kaffee und esse ein Stück selbstgemachte Nußtorte von gigantischen Ausmaßen und entscheide mich schließlich hierzubleiben, vorallem da es wieder anfängt zu regnen.
Ich installiere mich also richtig in dieser zauberhaften Hütte, belege eines der Lager, lese, unterhalte mich mit dem netten Hütten-Wirts-Ehepaar und so vergeht der Nachmittag.
Das Barometer steigt, morgen soll endgültig gutes Wetter werden und so will ich sehr früh aufstehen und weiter auf dem Austriaweg zur Hofpürglhütte gehen und dann auf dem Linzer Weg weiter zur Adamek-Hütte am Dachstein. Am Abend treffen noch drei Thüringer ein, die auf den Klettersteig am Donnerkogel wollen und mit dem Hüttenwirt auf die Bischofsmütze.
Gegen 21:30 Uhr gehe ich schlafen, in der Hütte ist es stockdunkel, im Gang brennt kein Licht und in der Nacht taste ich mich auf die Toilette, die außerhalb der Hütte liegt.

 

 Zum nächsten Tag

 

balken.gif (7924 Byte)

Letztes Update: 2003-02-01 - Adresse dieser Seite: http://www.sigisart.de © 2002 by kdg