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Auf dem Dolomiten-Weitwanderweg Nr. 2 von Brixen nach Feltre 
(bzw. San Martino di Castrozza) vom 10.08.-18.08.01

1. Tag: Anfahrt nach Brixen und Aufstieg zur Plose-Hütte (2.446m)

Bereits seit einiger Zeit habe ich mich gedanklich mit den Dolomiten-Weitwanderwegen beschäftigt und es ist einer meiner Träume, auf einem dieser Wege zu gehen, Entfernungen zurückzulegen, unterwegs zu sein.

Viel Planung ist dem Beginn dieser Wanderung vorausgegangen, viele Zweifel, Unwägbarkeiten, aber jetzt, am 10.08. wird langsam zur Realität, was bisher nur in meinem Kopf existierte.

Dank meiner Mutter, die bei meinem Sohn bleibt, werden diese Tage erst möglich sein.

Begleiten wird mich meine Freundin Jutta, die ganz spontan, aber sehr konsequent zugesagt hat.

Mein Rucksack wiegt 11 Kg, es geht, ich glaube gut gepackt zu haben.

Mit dem Zug fahren wir über den Brenner und bald ist unser Ziel Brixen erreicht. Kurz nach unserer dortigen Ankunft erwischen wir einen Bus, der uns zur Plose-Seilbahn bringt. Kurz vor Betriebsschluß fahren wir in einer „Einzel-Extra-Gondel“ in ca. 15 Minuten rauf nach Kreuztal (2.000m), wo wir ganz schnell in einer anderen Welt sind.

Es ist kalt, die Luft ist klar, heute Nachmittag hat es hier auch ein Gewitter gegeben und so ziehen wir erst mal Jacke und Stirnband an, bevor wir losgehen.

Nebelschwaden wabern, aber wir sehen zu den Aferer Geißeln, die beeindruckend weiß im Abendlicht leuchten.

Teilweise auf der Skipiste, teilweise auf Schafspfaden geht es flott dahin, mal umgibt uns der Nebel total und wir sehen gar nichts, dann hebt er sich wieder und wir können kurz hinunter nach Brixen sehen und auf der anderen Seite zu unserem Weiterweg.

Es sieht hier so ähnlich aus wie auf dem Wattles im Vinschgau.

Bald schon taucht die Hütte aus den Nebelschwaden auf, gerade rechtzeitig bevor ich meine Handschuhe auspacken muss.

Wir sind recht schnell gegangen, denn bereits nach gut einer Stunde stehen wir vor der Plose-Hütte (2.446m).

Als wir eintreten ist es warm und heimelig und ein sehr freundlicher Hüttenwirt bringt uns Apfelschorle und Tee.

Zu essen gibt es reichlich und gut und nach dem Essen sitzen wir bei Tee, Buch und Tagebuch noch ein wenig in der Stube, hören im Fernseher, dass das Wetter morgen gut werden wird und sehen, wie sich draußen der Abendhimmel zartrosa verfärbt und dann immer dunklere Schattierungen annimmt, Watteau hätte seine Freude gehabt. Der dazwischen immer wieder vorbeiziehende Nebel sorgt zusätzlich für Stimmung und wir sind froh, dieses Naturschauspiel von der warmen Hütte aus beobachten zu können.

Ich telefoniere mit zu Hause, Alles o.k. und im Fernsehen läuft „Ein Fall für Zwei“!!!

 
 Zum nächsten Tag

 

 

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Letztes Update: 08. Februar 2002 - Adresse dieser Seite: http://www.sigisart.de © 2002 by kdg